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Kurzbeschreibung

GiveDirectly ist eine gemeinnützige Organisation, die bedingungslose Geldtransfers an Haushalte in extremer Armut in Subsahara‑Afrika auszahlt; im Fokus dieser Seite steht ihr Cash for Poverty Relief‑Programm. Empfänger erhalten einmalig rund 1.000 US‑Dollar (nominal) per Mobilgeld, meist mit universellem Targeting innerhalb armer Dörfer. Das Programm operiert derzeit in Kenia, Malawi, Mosambik, Ruanda und Uganda; GiveDirectly arbeitet mit Behörden und Mobilgeld‑Anbietern zusammen und sichert Qualität durch Nachverfolgungen und unabhängige Audits. Randomisierte Studien zeigen deutliche Zugewinne bei Konsum und Investitionen, ohne belastbare Hinweise auf steigende Ausgaben für „temptation goods“, sowie positive lokale Spillover‑Effekte für nicht begünstigte Haushalte. Gesundheitsnutzen (etwa niedrigere Kindersterblichkeit) sind möglich, werden in der Gesamtrechnung aber geringer gewichtet als Konsum‑ und Spillover‑Effekte. GiveWell schätzt die Kosteneffektivität seit 2024/25 konservativ deutlich höher als zuvor (rund 3–4‑mal) und insgesamt bei etwa 30–40 % der jeweiligen marginalen Alternative; Transfers machen typischerweise 70–85 % der Gesamtkosten aus. Zentrale Unsicherheiten betreffen die Dauer der Konsumgewinne, die Größe der Spillovers und die normative Gewichtung von Konsumgewinnen gegenüber Lebensrettungen; GiveWell berücksichtigt dies mit Abschlägen und Sensitivitätsanalysen.

Organisation

GiveDirectly ist eine internationale Non-Profit-Organisation, die direkte Geldtransfers an Menschen in extremer Armut ermöglicht. Gegründet 2009 von Entwicklungsökonomen der Universitäten Harvard und MIT, verfolgt GiveDirectly einen evidenzbasierten Ansatz: Haushalte in armen Regionen erhalten ungebundene Geldbeträge, die sie nach eigenen Prioritäten verwenden können.

GiveDirectly arbeitet vor allem in Ländern wie Kenia, Uganda, Ruanda, Malawi und Liberia und kooperiert eng mit lokalen Partnern, um eine effiziente und sichere Auszahlung der Mittel zu gewährleisten.

Das Problem: Extreme Armut

Weltweit leben etwa 700 Millionen Menschen unterhalb der extremen Armutsgrenze von 2,15 US-Dollar pro Tag (Weltbank, 2023). Extreme Armut ist häufig verbunden mit:

  • schlechter Gesundheit
  • Unterernährung
  • fehlendem Zugang zu Bildung
  • mangelnden wirtschaftlichen Chancen

Traditionelle Hilfsprogramme sind oft teuer in der Umsetzung und erreichen ihre Ziele nur unzureichend. Direkte Geldtransfers bieten eine evidenzbasierte Alternative, die den betroffenen Menschen Autonomie verleiht und nachweislich Armut reduziert.

Ansatz

GiveDirectly identifiziert Haushalte in extremer Armut mithilfe standardisierter Datenerhebungen und Satellitendaten. Nach einer Verifizierung erhalten die Begünstigten eine einmalige oder wiederkehrende Zahlung per Mobilgeld oder Banküberweisung.

Der Ansatz zeichnet sich aus durch:

  • minimale Verwaltungskosten
  • direkte Mittelverwendung durch die Empfängerinnen und Empfänger
  • hohe Transparenz
  • kontinuierliche externe Evaluationen

Die Geldtransfers sind bewusst nicht an Bedingungen geknüpft, um den Haushalten größtmögliche Entscheidungsfreiheit zu lassen.

Wirkung

Randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) zeigen, dass ungebundene Geldtransfers:

  • den Konsum von Nahrung, Medizin und Bildungsgütern signifikant erhöhen
  • das Einkommen und die Vermögensbildung der Empfänger nachhaltig verbessern
  • psychische Gesundheit und Lebenszufriedenheit steigern

Rund 90 % der Spendensumme erreichen direkt die Empfängerinnen und Empfänger – ein außergewöhnlich hoher Wirkungsgrad.

GiveWell bewertet GiveDirectly als eine der kosteneffektivsten Organisationen im Bereich Armutsbekämpfung.

Transparenz

GiveDirectly veröffentlicht regelmäßig:

  • unabhängige Evaluierungen
  • umfassende Monitoringberichte
  • detaillierte Impact-Analysen

Die Organisation setzt hohe Standards für evidenzbasierte Wirksamkeitsmessung und Transparenz.

Aktuelle Projekte

GiveDirectly führt seine Programme in mehreren afrikanischen Ländern fort.
Aktuell werden zudem Projekte getestet, die besonders vulnerable Gruppen wie Klimaflüchtlinge und Katastrophenopfer adressieren.

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