Geld für die Welt begrüßt Altersvorsorgedepot
Geld für die Welt begrüßt die Reform der privaten Altersvorsorge grundsätzlich als richtigen Schritt. Mit dem neuen Altersvorsorgedepot wird ein zentrales Problem der Riester-Rente korrigiert: Statt teurer Garantien sollen künftig stärker renditeorientierte und kostengünstige Kapitalmarktprodukte für die private Altersvorsorge genutzt werden können.1 Dazu Julian Lindenberg von Geld für die Welt:
Die Idee staatlich geförderter privater Vorsorge war nie falsch. Problematisch war jedoch die Ausgestaltung der Riester-Rente mit teuren Garantien und schwachen Renditen. Dass das neue Altersvorsorgedepot ETFs und andere renditeorientierte Anlagen stärker einbezieht, ist deshalb ein echter Fortschritt.
Aus Sicht von Geld für die Welt ist besonders positiv, dass die Reform nicht nur mehr Renditechancen eröffnet, sondern auch ein einfaches Standardprodukt für Menschen vorsieht, die sich nicht selbst um ihre Geldanlage kümmern möchten. Zugleich sei entscheidend, dass die Kosten in der Praxis wirklich niedrig bleiben.
Kritisch sieht Geld für die Welt, dass die neue Vorsorge weiterhin freiwillig bleibt. Gerade Menschen mit geringen Einkommen könnten auch künftig außen vor bleiben, obwohl sie im Alter besonders auf zusätzliche Vorsorge angewiesen sind. Julian Lindenberg:
Ob die Reform am Ende erfolgreich ist, hängt stark von den Gebühren ab. Ein gutes System kann auch dann scheitern, wenn teure Produkte verkauft werden und die staatliche Förderung am Ende eher bei den Anbietern als bei den Sparerinnen und Sparern landet. Langfristig sollte die Politik außerdem über ein Opt-out-Modell nachdenken: automatische Vorsorge mit der Möglichkeit, sich aktiv dagegen zu entscheiden
Footnotes
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Bundesregierung, "Reform der privaten Altersvorsorge". bundesregierung.de ↩
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